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Post & Zustellung

RSb-Brief und Postvollmacht: Wer annehmen darf

RSb-Briefe darf ein Dienstleister mit Postvollmacht annehmen, RSa-Briefe nie. So funktioniert die Vollmacht, das leistet Premium ab 129 EUR pro Monat.

Stephan HolzbachVeröffentlicht am 7. Juni 2026

Eingeschriebener Brief mit Zustellnachweis und Stempel

Ein RSb-Brief darf von einem Dritten mit Postvollmacht angenommen werden, ein RSa-Brief niemals: RSa-Sendungen muss die Post dem Empfänger persönlich zustellen. Für Unternehmen heißt das: Die RSb-Annahme lässt sich an einen Dienstleister auslagern, bei 1010.works ist sie im Premium-Paket für 129 EUR pro Monat bei Jahreszahlung enthalten, inklusive hinterlegter Postvollmacht. Wer den Unterschied kennt, verpasst keine behördliche Frist. Stand Juni 2026.

Was ist der Unterschied zwischen RSa und RSb?

RSa ist die eigenhändige Zustellung an den Empfänger persönlich, RSb die nachweisliche Zustellung, bei der auch ein Ersatzempfänger oder Bevollmächtigter unterschreiben darf. Beide Briefarten verwenden Behörden und Gerichte in Österreich, beide kommen mit Zustellnachweis. Der Unterschied liegt allein darin, wer unterschreiben darf.

  • RSa, blaues Kuvert: nur der Empfänger persönlich, kein Mitarbeiter, kein Dienstleister, kein Familienmitglied
  • RSb, weißes Kuvert: auch Ersatzempfänger oder Personen mit Postvollmacht

Typische RSb-Sendungen sind Bescheide, Mahnungen und Mitteilungen von Behörden. RSa ist für Schriftstücke reserviert, bei denen die persönliche Übernahme entscheidend ist. Wer eine GmbH oder ein Einzelunternehmen führt, bekommt früher oder später beide Briefarten, und fast immer hängt eine Frist daran. Deshalb gehört die Frage, wer diese Briefe annimmt, in die Planung jeder Geschäftsadresse und nicht in die Kategorie Detailfrage.

Warum kann ein Dienstleister RSa-Briefe niemals annehmen?

Weil bei RSa die persönliche Zustellung an den Empfänger gesetzlich vorgeschrieben ist, daran ändert auch eine Postvollmacht nichts. Trifft der Zusteller Sie nicht an, hinterlegt die Post den Brief in der Filiale und wirft eine Verständigung ein. Wichtig: Auch ein hinterlegter RSa-Brief gilt mit Beginn der Abholfrist als zugestellt, Fristen laufen ab diesem Tag, ob Sie den Brief abholen oder nicht.

Daraus folgt eine klare Regel für die Anbieterwahl: Verspricht Ihnen ein Adressanbieter die Annahme von RSa-Briefen, ist das ein Warnsignal. Seriös ist nur die Aussage, dass RSa-Sendungen hinterlegt werden und Sie sofort informiert werden müssen, damit Sie die Frist nicht versäumen.

Wie funktioniert die Postvollmacht für RSb-Briefe?

Mit einer Postvollmacht ermächtigen Sie eine Person oder einen Dienstleister, RSb-Sendungen und andere Post für Sie zu übernehmen. Der Ablauf bei 1010.works:

  • Sie buchen das Premium-Paket und unterschreiben die Postvollmacht
  • Wir hinterlegen die Vollmacht, ab dann nehmen wir Ihre RSb-Briefe in der Seitenstettengasse 5/37, 1010 Wien an
  • Sie erhalten den Inhalt als Scan und sehen sofort, welche Frist läuft
  • Das Original holen Sie Mo bis So ab oder lassen es EU-weit weiterleiten

Damit ist der kritischste Postweg eines Unternehmens abgedeckt: Behördenbriefe erreichen Sie auch dann, wenn Sie nicht in Wien sind. Die Vollmacht gilt für die Sendungen an Ihre Firma an unserer Adresse, sie bleibt bestehen, solange das Paket läuft, und endet mit der Kündigung. Sie behalten also jederzeit die Kontrolle darüber, wer Ihre Post übernehmen darf.

Was passiert mit einem RSb-Brief ohne Postvollmacht?

Trifft der Zusteller niemanden an, der annehmen darf, wird der Brief bei der Post hinterlegt und gilt mit Beginn der Abholfrist als zugestellt. Die Frist im Bescheid läuft ab diesem Zeitpunkt, auch wenn Sie von dem Brief nichts wissen. Genau hier entstehen die teuren Fälle: versäumte Einspruchsfristen, versäumte Zahlungsfristen, Säumnisfolgen.

Für Unternehmen mit einer Adresse ohne ständige Besetzung ist das das Kernrisiko, etwa bei einer reinen Briefkastenlösung oder einer Wohnadresse, an der tagsüber niemand erreichbar ist. Eine Geschäftsadresse mit Postvollmacht löst es: Es ist immer jemand da, der RSb-Sendungen übernehmen darf, und Sie werden umgehend informiert.

Welches Paket brauchen Sie für die RSb-Annahme?

Nur das Premium-Paket für 129 EUR pro Monat bei Jahreszahlung oder 149 EUR bei monatlicher Zahlung, zuzüglich USt, umfasst die RSb-Annahme mit Postvollmacht. Basic (49 bzw. 59 EUR) und Plus (79 bzw. 89 EUR) nehmen Ihre normale Geschäftspost an, die RSb-Vollmacht ist ihnen nicht zugeordnet. Premium enthält außerdem unbegrenzte Scans, EU-weite Weiterleitung und 4 Stunden Meetingraum pro Monat. Alle Pakete sind monatlich kündbar, der Standort nimmt Geschäftspost seit 2015 an. Den vollständigen Vergleich finden Sie in der Preisübersicht.

Fazit

Die Faustregel ist einfach: RSb lässt sich mit Postvollmacht delegieren, RSa nie. Hinterlegte Briefe gelten mit Beginn der Abholfrist als zugestellt, deshalb entscheidet die Organisation Ihrer Postannahme darüber, ob Sie Fristen einhalten. Mit dem Premium-Paket für 129 EUR pro Monat übernimmt der Postservice von 1010.works die RSb-Annahme an einer echten Adresse im 1. Bezirk, mit Scan, Abholung Mo bis So und EU-weiter Weiterleitung. So bleibt Behördenpost ein Prozess und kein Risiko.